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Almaty rocks

Hallo liebe Unterstützer,
es tut mir sehr leid, dass meine regelmäßigen Updates nun mit leichter Verspätung erscheinen, aber das versprochene high-speed wifi in allen Zimmern in Almaty entpuppte sich als low-speed wifi in der Lobby unseres Hotels und die Meldung „Verbindung fehlgeschlagen“ brannte sich minütlich in meinen Netbook-Bildschirm. Trotzdem war der Trip nach Almaty ein großartiges Erlebnis! Zunächst würde ich gern etwas über die Wettkämpfe bzw. die WM selbst erzählen.
Die Kämpfe fanden in einer riesigen Eishockey-Arena im Herzen Almatys statt. Nach einer langen Reise von Berlin über Kiew nach Almaty erreichten wir um 5 Uhr morgens die verschneite ehemalige Hauptstadt Kasachstans. Doch zum Relaxen war keine Zeit! Nach einem kurzen Abstecher in unser nettes Hotel fuhren wir direkt zum Abwiegen in die Halle. Dort traf sich das gesamte deutsche Team zur Registrierung und nach 2stündiger Verspätung (wie üblich) konnten wir endlich auf die Waage steigen. Ich rutschte leicht in die Klasse bis 70kg und hatte mit 67.4kg sogar noch etwas Luft nach oben. Danach wurden bei KFC die Fast Food-Speicher wieder aufgeladen .
Am Samstag ging ich dann endlich an den Armwrestling-Tisch. Die 70kg-Klasse war eine der ersten Kategorien, die um 9 Uhr aufgerufen wurden. Gleich in der ersten Runde war mir das Losglück nicht hold: Mein erster Gegner war der russische Meister KHETAG DZITIEV. Doch ich konnte mithalten und kam in eine gute Top Roll-Position! Leider rutschten dann unsere Hände auseinander und es gab Strap-Match. In dieser Position war Dzitiev unschlagbar und holte sich den Sieg. Ich stand somit in der Verlierer-Runde. Nach souveränen Siegen gegen JASUR MANAZAROV aus Tajikistan und YIGAL GORELASHVILI aus Israel wartete ein weiterer Spitzenarmwrestler: der Slowake JAN VOJENCAK. Wir hatten ein wirkliches Hammermatch im Referee´s Grip. Am Ende kassierte ich leider zwei Fouls, da ich mit meinem Ellenbogen vom Polster rutschte. Am Ende landete ich auf dem 12. Platz und war, obwohl ich die Top6 verpasst habe, trotzdem zufrieden. Schließlich habe ich nach meinen massiven Handproblemen im letzten Jahr die WM ohne Probleme überstanden. Außerdem waren meine Niederlagen im Gegensatz zur WM 2010 wirklich äußerst knapp. Die absolute Spitze ist nicht weit weg. In Kasachstan habe ich außerdem viele großartige Menschen wie Josh Handeland aus den US, Mariusz Podgorski aus Polen, Jan Vojencak aus der Slowakei und meine Freunde Hristo und Lorenzo+ sehr nette Kollegen aus Indien, Kasachstan und anderen Nationen getroffen. Sorry, aber ich kann hier nicht alle erwähnen…
Zu Almaty:
Almaty ist eine wirklich sehr interessante Stadt und wenn das Wetter klar und sonnig ist, kommt ihre Schönheit auch zur Geltung. Dann kann man sogar die schneebedeckten Gipfel des Tian-Schan Gebirges aus der Stadt erkennen.
Ich weiß zwar nicht viel über die öffentlichen Verkehrsmittel, hier sind aber 3 Fakten:
1. Busse: sehr günstig (25ct) und voll wie eine Parfümerie am letzten Tag vor Weihnachten.
2. U-Bahn: Es gibt eine U-Bahn.
3. Taxi: In dieser Stadt ist eigentlich fast jedes Auto ein Taxi. Man muss einfach nur am Straßenrand die Hand raushalten und schon stoppt ein Auto. Danach muss nur noch das Ziel angegeben werden und der Preis verhandelt werden und schon kann es losgehen. Und wenn das erste „Taxi“ nicht passt, kann man sicher sein, dass bereits ein weiteres „Taxi“ dahinter steht und wartet.
Außerdem gibt es sowohl in Almaty als auch außerhalb grandiose Sehenswürdigkeiten und wunderschöne Plätze. Zum Beispiel: Kak Tebö. Es ist ein Hügel in mitten der Stadt, dessen Gipfel über eine Seilbahn zu erreichen ist. Von oben kann man die Lichter der Stadt überblicken <3 !!
Der Bacholka Bazar war ebenfalls ein Highlight meines Trips. Auf diesem riesigen Markt kann man von Wollmützen über Fisch bis hin zu Autoreifen wirklich alles kaufen und sich leicht verirren.
Das Medeo Ice Stadium: Eine Stunde Fahrt und man betritt das Winterwunderland im Tian-Schan Gebirge. Ein Traum wie im Himmel.
Die Leute in der Stadt waren sehr freundlich und ich habe wirklich großartige Menschen getroffen, wie Ahmed, Gina, Merei und natürlich Nursi.
Ich würde sehr gern nochmal für ein internationales Turnier oder ein Trainingslager in die alte Hauptstadt zurückkehren.

Der Bericht über Astana folgt.

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